top of page

Suche


I finished this and it can´t be made better...
... but now I am ready to do the new thing, because look at all I´ve learned! (Seth Godin, The Practice) Hast du schon in den Ofen geschaut, fragt der Bär. Gute Idee, sage ich, das wird spannend. Ofen ausräumen ist immer spannend. Weil man nie ganz genau weiß, was einen erwartet. Weil man nie ganz genau weiß, ob das, was man sich gedacht hat, so auch funktioniert. Weil das, was in diesem speziellen Ofen ist, das Ergebnis von fünf Monaten intensiver Arbeit ist. Vor mir stehen
Christine
vor 5 Tagen


von den richtig guten Tassen...
That voice that says, “I’m not good enough”, It’s often rooted in ego – a belief that unless we’re the best, we shouldn’t bother showing up at all. (Karen Olson) The shadow career is a metaphor for our real career. It´s shape is similar, it´s contours feel ... the same But a shadow career entails no real risk. If we fail at a shadow career, the consequences are meaningless to us. (Steven Pressfield) Die Sonne scheint, sagt der Bär, wir können deine Tassen fotografieren. Gut
Christine
30. März


Fräulein Sophie geht tanzen...
Während ich kleine Porzellanpünktchen auf Tassen klebe, denke ich lunares. „Es ist eine pragmatische Kunst, die man nur spielerisch üben und lernen kann“, schreibt Andreas, ein Freund, der wie wir einen Teil des Jahres auf El Hierro lebt, in seinem Buch (Andreas Nebelung, El Hierro - Übergang ins andere Haus) Er sagt es in einem anderen Zusammenhang, nicht im künstlerischen. Er meint das weniger Werden, das einfacher Werden, das sich mit der Natur verbinden, das sich hier, wo
Christine
23. März


Mir ist kalt, sagt der Bär, ...
... fahren wir ans Meer! Gute Idee, sage ich, weil Meer ist immer eine gute Idee. So fahren wir von Tiñor in den Mangogarten. Und wieder zurück. Ihr kennt diese Geschichten. La mudada ist eine Tradition, die es hier auf El Hierro bis weit ins letzte Jahrhundert gegeben hat. Im Winter ist die ganze Familie mit Sack und Pack, Esel, Großeltern und Hausrat in die wärmeren Ebenen am Meer gezogen. Weil es dort schon Gemüse gab und Gras für die Tiere. Im Sommer sind dann alle gemein
Christine
16. März


“Rest is not idleness, ...
...and to lie sometimes on the grass under trees on a summer’s day, listening to the murmur of the water, or watching the clouds float across the sky, is by no means a waste of time.” John Lubbock Guten Morgen, sagt der Bär, ich bin schon wach. Oje, sage ich, es ist viertel nach sieben. Wenn der Bär um diese Zeit wach ist, dann bedeutet das nichts Gutes. Die Sache ist die: das Dach des Häuschens im Mangogarten muss erneuert werden. Genaugenommen die ganze Hütte. Ihr wisst sc
Christine
9. März


It´s about having a conversation with the clay rather than telling it exactly what to do…
(Ashley Howards) Was ich gerade mache ist schwer zu beschreiben. Vordergründig drehe ich Tassen und Schalen. Was mich eigentlich interessiert, sind Formen, Oberflächen und Materialien: Formen, die lebendig und überraschend sind und doch auch in sich ruhen wie das Meer und der Wind. Oberflächen, die Struktur haben und sich gut angreifen wie die Felsen und Gesteine mit all ihren Schichten, Flechten und Moosen und wie die Eukalyptusblätter mit ihren satten Farben und dem seidige
Christine
2. März


Das Spiel ist die höchste Form der Forschung.
Albert Einstein „It might not work“ is part of my working process. Craig Underhill Ich schlaf noch ein bisschen, sagt der Bär. Gute Idee, sage ich, ich gehe über den Ziegenberg und danach gibt es Kaffee. Der Ziegenberg ist hier meine tägliche Morgenrunde. (Nichts gegen den Kleebühel, der Kleebühel ist super, aber der Ziegenberg ist - auch sehr super!) Gleich beim Haus den Camino hinauf bis zur Kirche, an den Katzen vorbei, links hinunter und in der Kurve den kleinen Weg in de
Christine
23. Feb.


Vom Boden, von der Mitte und vom Drumherum…
Dinge verändern sich nicht, sie sind oder sie sind nicht. Magie bedeutet, zu vergessen, dass die Welt je anders war, als du sie haben willst. Katherine Arden, die Hexe und der Winterzauber Jede Schale beginnt als ein Klumpen Ton. Beim Zentrieren bilden Boden, Mitte und Wand zunächst eine Einheit. Die Mitte ist ein Punkt oder eigentlich eine Linie. Eine Achse, um die der Ton sich dreht. Die Kraft, die wir zum Zentrieren brauchen, kommt aus unserer Körpermitte. Erst dann, wen
Christine
16. Feb.
„Arbeite um der Arbeit willen, nicht für dich selbst...
... Handle, aber verbinde dich nicht mit deinen Handlungen. Halte dich niemals für die Ursache der Ergebnisse deiner Tätigkeiten. Dein einziges Recht ist es, zu wirken. Keinen Anspruch hast du auf die Früchte deines Tuns. Lass weder die Früchte deiner Handlung dir Motiv zum Handeln sein, noch wende dich zum Müßiggang.“ (aus der Baghavad gita, Gesang 2, Vers 47) Ihr fragt euch vielleicht, wann ihr endlich Fotos von den schönen Tassen zu sehen bekommt. Nun. Es gibt keine. Kei
Christine
9. Feb.


„Es gibt Möglichkeiten für mich, gewiss, aber unter welchem Stein liegen sie?“
Franz Kafka Die wahre Kunst liegt ja nicht in der Ähnlichkeit. Wo dann? In der Geschichte, die man erzählt. Jo Nesbo, Minnesota Es ist Vollmond, sagt der Bär, ich gehe schnorcheln. Gute Idee, sage ich, vergiss die Lampe nicht. Der Bär dreht dann stundenlang Steine um und sucht nach seltenen Meeresschnecken. Und was er findet, ist phänomenal! Das kann man sich nicht ausdenken. Ich möchte Tassen machen, die so sind wie die Eukalyptusblätter, die ich aufsammle. Ich möchte Tass
Christine
2. Feb.


ein Jahresrückblick in Bildern...
Jedes Jahr gegen Ende der Saison treffe ich meine Freundin Maria. Wir treffen einander auch unterm Jahr ab und zu. Meistens eher zufällig. Und freuen uns jedesmal, keine Frage. Aber im Herbst, da treffen wir uns richtig. Maria kommt dann immer zu mir in die Werkstatt und wir verbringen ein paar Stunden mit feinen Gesprächen. Und mit Arbeiten. Wenn wir gemeinsam frühstücken, suchen wir vorher beim Bäcker die allerschönsten Weckerln aus und während Maria unter meinen genähten B
Christine
26. Jan.


“Start where you are. Use what you have. Do what you can.”
Arthur Ashe …Und dann lauf ich plötzlich los mit dieser neuen Kraft und wachse hinaus… über die, die ich glaube zu sein ... zu der, die ich bin. Agnes Pfeffer, „Verwurzelt schwebe ich“ An- und Zurückzukommen ist manchmal gar nicht so einfach. Man stellt sich vor, man kommt in die Werkstatt, räumt ein bisschen auf und startet das nächste Projekt. Aber. Nicht ganz. Aufräumen ja. Aber das nächste Projekt… ja, was denn eigentlich? Im letzten Jahr habe ich viel experimentiert. Euk
Christine
25. Jan.


vom alten Wartehäuschen...
Stuck in your head? Use your hands. Real ideas don’t come from staring at the problem. They come from touching it... Emilio DiIorio Es gibt so Tage. In der Werkstatt geht nichts weiter, ich krieg den Ton (und mich selbst) nicht zentriert und bin unzufrieden. Keine Inspiration weit und breit. Es gibt so Tage. Die Schulter tut weh, die Hunde vom Hundemann bellen den ganzen Tag, es regnet schon wieder und mir ist kalt. Nicht so kalt wie euch, das nicht. Aber wenn man beden
Christine
12. Jan.


Es regnet.
Hier ist das so, als würde jemand die Dusche in unregelmäßigen Abständen auf- und abdrehen. Einfach so. Dazwischen scheint ein paar Minuten die Sonne, dann wird es wieder finster. Der Wind spielt mit den Wolken fangen. Meistens wird die Dusche gerade dann aufgedreht, wenn man sich fertig angezogen hat. Zum Rausgehen. Oder wenn man sich auf halber Strecke der - bei diesem Wetter und weil der Inspector ja schon ein alter Herr ist ohnehin nur winzig kleinen - Hundepinkelrunde be
Christine
5. Jan.


Wer nicht denken will, fliegt raus! *
はい, [hai], sprach Osada das wohl bekannteste japanische Vokabel aus, das nicht nur einfach Ja oder die Bejahung einer Sachlage bedeutet, sondern als Füllwort den Gesprächspartner auffordert, weiterzureden, ohne dass damit zwingend eine Zustimmung zum Gesagten gemeint war. (H. Steinfest, Sprung ins Leere) Vormittags arbeite ich meistens in der Werkstatt. Hier wie dort. Auch wenn das hier ein bisschen anders ist als dort. Langsamer. Das liegt am Wetter. Genauer gesagt an de
Christine
29. Dez. 2025


So ist das hier...
Ich fahr ans Meer, sagt der Bär, in den Hafen. Gute Idee, sage ich, ich arbeite noch ein bisschen und komm dann später nach. Elf Gefäße, sieben Henkel und eine Hunderunde später marschiere ich los. Den Camino hinauf bis zur Kirche, links hinunter zum alten Wartehäuschen, dann an der Kasperlmütze vorbei den steilen Weg zum Hafen hinunter. Das alte Wartehäuschen… aber das ist eine andere Geschichte. Diesen Weg benutzt sonst niemand mehr. Obwohl. Nach ein paar Metern stehe ich v
Christine
22. Dez. 2025


Mir ist kalt, fahren wir ans Meer, sagt der Bär...
... gute Idee, sage ich. Und dann fahren wir zum Hafen hinunter und rechts durch den Tunnel zum Strand mit den guten Steinen. Auf der einen Seite sind die Steine sehr groß. Man kann von Stein zu Stein hüpfen und bis ganz zu den Felsen nach hinten klettern. Und wieder zurück. Auf dieser Seite gibt es allerhand Strandgut. Wir finden Holzplanken, Plastikflaschen, eine tote Katze, vier linke Badeschlapfen, Angelschwimmer, allerhand Seile… solche Sachen. Auf der anderen Seite sind
Christine
15. Dez. 2025


Maybe the journey isn´t about becoming anything...
... Maybe it´s about unbecoming everything that isn´t really you so that you can be who you were meant to be in the first place. Paulo Coelho Ich möchte euch von der Stille erzählen. Die Stille liegt hier über allem. Sie nimmt sich Raum. Das mag paradox sein, diese Insel ist sehr klein und Tiňor ist die kleinste Ortschaft hier. Und doch gibt es hier mehr Raum als anderswo. Sie nimmt sich Zeit. Hier scheint die Zeit anders zu gehen. Als gäbe es hier mehr Zeit als anderswo. S
Christine
8. Dez. 2025


el lunes - Montag - lunares aus Tiňor
Komm zu mir nach Tiňor, sagt der Bär. Gute Idee, sage ich. Gesagt getan. Der Inspector und ich packen die Koffer und machen uns auf die Reise. Der Inspector mag seine Reisebox. Die ist wie eine kleine Schlafhöhle für ihn. Am Flughafen wird er dann aber doch ein bisschen nervös. Ich kann ihn gut verstehen. Zu viele Leute, zu viel Unruhe, zu viel Lärm. Zu wenig Schlaf, zu wenig Bäume, zu wenig Platz. Aber. Jetzt sind wir da. Und damit beschäftigt, all das Vertraute neu zu entde
Christine
1. Dez. 2025


Ein letztes Mal Montags-lunares aus 1000blum für dieses Jahr……
… der Inspector und ich haben die Reisebox vom Dachboden geholt und machen uns bereit. Beim Inspector geht das schnell: Er denkt ein paar Minuten nach, legt sich dann in die Box und schläft ein. „Den Rest machst du!“ Also gut. Ich packe meinen Koffer: Das Buch über die Glasuren. Die neuen Tintenstifte. Das Wörterbuch. Teresa hat sich einen kleinen Kasettenrecorder gewünscht, Inge einen bestimmten Tee aus der Apotheke. Wollfäustlinge fürs Motofahren. Den Glasreiber für die Pig
Christine
24. Nov. 2025
bottom of page
