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Große Dinge entstehen durch eine Reihe kleiner Dinge, die zusammen kommen.
Vincent van Gogh Heute ist Montag. Ja und? Montag ist Geschichtentag. Ahja. Und was erzählst du heute? Keine Ahnung. Heute ist so ein Tag, an dem nichts von alldem, was ich euch erzählen könnte, sich wichtig genug anfühlt, um es zu erzählen. Ich könnte euch von meiner Morgenrunde erzählen: Mit dem Fahrrad ein Stück auf der Bundesstraße, dann links hinunter in die Au und wieder den Berg hinauf bis zur großen Wiese. Dort lasse ich das Rad stehen und gehe in den Wald. Im Wald is
Christine
vor 2 Tagen


eine Geschichte zum Zuhören:
Heute waren 16 Lehrerinnen und 1 Lehrer bei mir in der Werkstatt zur Fortbildung. Jetzt bin ich zu müde, um eine Geschichte zu schreiben. Aber ich habe mit Isabella einen podcast aufgenommen (mein Beitrag ist die Folge 116), den könnt ihr euch anhören: Wir in Neulengbach: Der win-win Podcast für die Region
Christine
6. Juli


Wir könnten heiraten, sagt der Bär, ...
... ich stelle mir das schön vor. Gute Idee, sage ich, dann haben wir auch alle denselben Namen. Gesagt getan. Das ist lange her. Seither sind wir die Nebos. Seither ist unser Leben unser gemeinsames Abenteuer. Mit Höhen und Tiefen, durch dick und dünn, hier und dort, auf der Moto, an der Gitarre und an der Töpferscheibe schnorcheln und wandern und tonen wir uns voran. Oft gemeinsam, oft jeder für sich. Dann erzählen wir einander, was wir erlebt haben. Zeigen einander, was wi
Christine
2. Juli


Die Vogelfrau . pajaros en mi cabeza
Man muss schon einen Vogel haben, um den ganzen Tag an der Töpferscheibe zu verbringen, beim Figuren bauen, beim Sand schmelzen oder Glasuren mischen. Obwohl. Ich mag ja Vögel. Und die mögen mich, zumindest mögen sie meine Gefäße, in denen sie oft brüten. Was wiederum ich sehr mag. Und wenn ich ehrlich bin muss man für so manches, was andere Leute den ganzen Tag machen ziemlich sicher auch einen Vogel haben. Also was solls. Die Vogelfrau ist in erster Linie eine Frau. Eine Fr
Christine
29. Juni


Es ist Montag, du musst eine Geschichte schreiben, sagt der Bär.
Gute Idee, sage ich, ich erzähle von floorspot: Wenn die Werkstatt zur Bühne wird und der Arbeitstisch zur Bar. Wenn die Töpferscheiben Pause machen und das „andere Tonstudio“ den Raum mit Musik erfüllt. Wenn zwischen den musikalischen Beiträgen kleine und größere feine Gespräche entstehen über alte Hunde und die besten Brotaufstriche, über das, was im letzten Jahr war, über das Leben, über Tapire, über die Kunst und die Welt. Wenn alle gemeinsam den Abend mit ihrer Anwesenhe
Christine
22. Juni


wenn ich ganz bei mir bin kann ich verwurzelt schweben
Agnes Pfeffer Die Produktion in meiner Werkstatt ist voll angelaufen. Drehen, Abdrehen, Dekorieren, Henkeln, Trocknen, Brennen, Glasieren und wieder Brennen, Böden schleifen, Preise festlegen, immer und immer wieder all die vielen Arbeitsschritte in einem produktiven Rhythmus. Tassen, Schalen und Teller wandern von der Töpferscheibe auf das Trockenregal in den Ofen und schließlich ins Verkaufsregal oder den Geschirrschrank derer, die sie bestellt haben. Eine meiner Tassen ist
Christine
15. Juni


Fräulein Sophie geht tanzen...
Die Tanzenden wurden für Verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören konnten. F. Nietzsche Fräulein Sophie zieht das Kleid mit den weißen Punkten an und geht tanzen. In diesem Kleid fühlt sie sich wie eine spanische Flamencotänzerin. Wie Marylin Monroe. Und wie Minnie Mouse. Fräulein Sophie kann nicht tanzen. Also. Nicht richtig. Aber. No importa. Das ist ihr egal. Jede/r kann tanzen! Fräulein Sophie ist wie du und ich. Alt oder jung, groß oder klein, dick ode
Christine
8. Juni


Ich öffne einen Raum.
Einen Raum zum weiter.leben. Weiter.leben ist ein Kreativangebot für Menschen, die es schwer haben. Menschen, deren Lebenssituation aus irgendeinem Grund aus den Fugen geraten ist. Menschen, die selbst krank sind oder kranke Angehörige haben. Menschen, die jemand Nahestehenden verloren haben und trauern. Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, sich einsam fühlen oder … Menschen, die sich einem Raum wünschen, in dem sie sich nicht verstellen müssen, einfach da sein können un
Christine
1. Juni


Hans hat angerufen,...
... sagt der Bär, ich muss nach Tiňor. Gute Idee, sage ich, ich hab schon lange keinen Fenchel gegessen. Der Bär mag keinen Fenchel. Ich schon. Hans lebt auf Teneriffa und baut Photovoltaikanlagen. Und er hat genau jetzt Zeit, unsere bestellte Anlage zu montieren. Was soll man da machen, wir fahren also um vier Uhr Früh zum Flughafen und der Bär macht sich auf die Reise. Damit ich im nächsten Winter mit Sonnenstrom brennen kann. Falls die Sonne scheint. Bei der Gelegenheit ka
Christine
25. Mai


heute ist Montag...
Die ersten Glasurexperimente sind fertig. Man soll sich ja nicht selbst loben. Warum eigentlich nicht? Einiges ist ziemlich gut geworden. Anderes weniger. Auf jeden Fall gibt es erste richtig gute Tassen und es werden immer mehr! Ich habe die gefundenen Sande getestet. Sie schmelzen nicht, was spannend ist und Rückschlüsse darauf zulässt, um welche Gesteine es sich handelt. Falls man sich mit Steinen auskennt. Was ich nicht tue. In jedem Fall unterscheidet sie das grundlegend
Christine
18. Mai


„Und bist Du nicht willig, so brauch' ich … Geduld“
(Peter Kruse) Ich pflanze Bohnen, sagt der Bär, und Salat und Zwiebeln. Gute Idee, sage ich, ich liebe Bohnen und Salat und Zwiebeln. Wir pflanzen also und streuen Samen und schaufeln Kompost. Jeden Morgen gehe ich in den Garten. Gieße und zupfe und rede ein bisschen mit den Pflänzchen. Und jeden Tag sind sie ein kleines bisschen gewachsen. Das dauert. Ungeduld bringt nichts. Deswegen wächst nichts schneller. Die erste Ofenladung Tassen ist rohgebrannt. Die richtig guten, di
Christine
12. Mai


Was für ein großartiges Wochenende!
Myriam Urtz war zu Besuch in meiner Werkstatt. Wir hatten Myriam im Herbst in ihrem Atelier im Waldviertel besucht und vereinbart, dass sie hier bei uns in Tausendblum einen Workshop anbietet. Neun Frauen haben sich angemeldet und am vergangenen Wochenende war es soweit. Große Figuren standen am Programm. Frauenkörper. Anatomie, Proportionen, Hände, Füße, Gesicht. Alles soll zusammenpassen. Zuerst ein kleines Modell und dann mit beiden Beinen hineingesprungen ins Unbekannte.
Christine
4. Mai


vom Ankommen...
Ich sitze in meiner Werkstatt und erinnere mich. Erinnere mich an alles, was ich den Winter über erarbeitet, gelernt und geübt habe. An die Strukturen der Sande, die ich geschmolzen habe. An die Spuren der Finger, der Schamottekörnchen und meiner kleinen Kuchengabel. An den Ziegenberg und die Eukalyptusblätter. An die Art und Weise, wie ich die Henkel mache und dass ich genau sieben Porzellanpünktchen auf jede tanzende Tasse klebe. Ich erinnere mich auch an den letzten Sommer
Christine
27. Apr.


Wir sind wieder in Tausendblum.
Irgendwie ist alles anders. Irgendwie ist alles wie immer. Die Morgenrunde. Hier gehen wir an vielen Gärten vorbei, der Inspector und ich. Alles blüht. Flieder. Birnbäume. Himmelschlüssel. Die Nachbarinnen in ihren bunten Morgenmänteln grüßen freundlich. Eine rot, eine gelb. Wie die Tulpen. Die Werkstatt. Sie duftet nach Holz und guten Ideen. Es braucht gar nicht viel und sie ist wieder bereit, ich habe heute schon ein paar Schalen gedreht. Zum Ankommen. Und in ein paar Tagen
Christine
20. Apr.


"Ich saß der Zeit gegenüber und fragte: Was mache ich mit dir?...
... Die Zeit antwortete mir: Lebe und tu so, als würde ich nicht existieren"... Fernando Medina Castelo Ideas don´t need a passport and often cross borders of all kinds with impunity. Seth Godin, The practice Ich fahre in den Mangogarten, sagt der Bär, weil in ein paar Tagen reisen wir ab und im Mangogarten ist noch viel zu tun. Gute Idee, sage ich, ich gehe in die Werkstatt, weil in ein paar Tagen reisen wir ab und in der Werkstatt ist noch viel zu tun. Ich räume auf. Dabei
Christine
13. Apr.


I finished this and it can´t be made better...
... but now I am ready to do the new thing, because look at all I´ve learned! (Seth Godin, The Practice) Hast du schon in den Ofen geschaut, fragt der Bär. Gute Idee, sage ich, das wird spannend. Ofen ausräumen ist immer spannend. Weil man nie ganz genau weiß, was einen erwartet. Weil man nie ganz genau weiß, ob das, was man sich gedacht hat, so auch funktioniert. Weil das, was in diesem speziellen Ofen ist, das Ergebnis von fünf Monaten intensiver Arbeit ist. Vor mir stehen
Christine
6. Apr.


von den richtig guten Tassen...
That voice that says, “I’m not good enough”, It’s often rooted in ego – a belief that unless we’re the best, we shouldn’t bother showing up at all. (Karen Olson) The shadow career is a metaphor for our real career. It´s shape is similar, it´s contours feel ... the same But a shadow career entails no real risk. If we fail at a shadow career, the consequences are meaningless to us. (Steven Pressfield) Die Sonne scheint, sagt der Bär, wir können deine Tassen fotografieren. Gut
Christine
30. März


Fräulein Sophie geht tanzen...
Während ich kleine Porzellanpünktchen auf Tassen klebe, denke ich lunares. „Es ist eine pragmatische Kunst, die man nur spielerisch üben und lernen kann“, schreibt Andreas, ein Freund, der wie wir einen Teil des Jahres auf El Hierro lebt, in seinem Buch (Andreas Nebelung, El Hierro - Übergang ins andere Haus) Er sagt es in einem anderen Zusammenhang, nicht im künstlerischen. Er meint das weniger Werden, das einfacher Werden, das sich mit der Natur verbinden, das sich hier, wo
Christine
23. März


Mir ist kalt, sagt der Bär, ...
... fahren wir ans Meer! Gute Idee, sage ich, weil Meer ist immer eine gute Idee. So fahren wir von Tiñor in den Mangogarten. Und wieder zurück. Ihr kennt diese Geschichten. La mudada ist eine Tradition, die es hier auf El Hierro bis weit ins letzte Jahrhundert gegeben hat. Im Winter ist die ganze Familie mit Sack und Pack, Esel, Großeltern und Hausrat in die wärmeren Ebenen am Meer gezogen. Weil es dort schon Gemüse gab und Gras für die Tiere. Im Sommer sind dann alle gemein
Christine
16. März


“Rest is not idleness, ...
...and to lie sometimes on the grass under trees on a summer’s day, listening to the murmur of the water, or watching the clouds float across the sky, is by no means a waste of time.” John Lubbock Guten Morgen, sagt der Bär, ich bin schon wach. Oje, sage ich, es ist viertel nach sieben. Wenn der Bär um diese Zeit wach ist, dann bedeutet das nichts Gutes. Die Sache ist die: das Dach des Häuschens im Mangogarten muss erneuert werden. Genaugenommen die ganze Hütte. Ihr wisst sc
Christine
9. März
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