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Wenn mir in einem Jahr 300 Ideen einfallen und nur eine davon nützlich ist, bin ich zufrieden.
Alfred Nobel Ich habe viele Ideen. Mehr als ich jemals verwirklichen kann. Und ich mag das. Es ist wie mein Stapel ungelesener Bücher. Ein Schatz, ein Vorrat für Zeiten, die möglicherweise niemals kommen, auf die ich mich aber freue - ihr wisst schon, espero, ich warte, hoffe und freue mich… Ich weiß, dass das nicht alle so sehen. Für viele sind diese angedachten Ideen, diese ungelesenen Bücher belastend. Manche verlassen sich eher auf einen gut gefüllten Kühlschrank. Was wie
Christine
8. Sept.


Es gibt so viel zu erzählen, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…
Ich erzähle euch heute in meiner neuerworbenen Funktion als Direktorin des Instituts zur Bewahrung des Bodengedächtnisses von einer ganz besonderen Veranstaltung, die letzte Woche hier im Atelier - äh Institut - stattgefunden hat: die Präsentation des Projektes Archeomagia der „Römerinnen“, Silvia Lombardi und Laura Savina, die ich hier in den letzten zwei Wochen zu Gast haben durfte. Ich denke mir unseren Wohn- und Arbeitsplatz hier gerne als das kleine gallische Dorf mitten
Christine
31. Aug.


Die letzten Tage waren eine Zeitreise...
... eine Zeitreise über die Generationen. Nach Donnerskirchen, zu Heinz, der sich seit vielen Jahren intensiv mit alter Keramik beschäftigt. Richtig alt. Prähistorisch. Die Keramik selbstverständlich. Heinz baut Gefäße und Formen nach uralten Vorlagen mit einfachsten Mitteln. „Wie die Steinzeitmenschen“ und brennt sie im offenen Feuer. Hauchdünn. Riesengroß zum Teil. Aus Tonen, die er im Wald hinterm Haus findet. So einfach. Und so schwierig zugleich. Wir treffen ihn in seine
Christine
24. Aug.


Lena war im Mai zu einer Geburtstagsparty bei mir im Atelier eingeladen...
Jetzt hat sie selbst Geburtstag und wünscht sich, wieder töpfern zu kommen. Keine Kinderparty diesmal. Lena wünscht sich, gemeinsam mit ihren Eltern zu kommen. Zufällig habe auch ich genau an ihrem Geburtstag Zeit. Nichts Besonderes soweit. Obwohl. Lenas Eltern leben getrennt. Es gibt neue Partner, vielleicht neue Geschwister, Lena hat zwei Familien. Nichts Besonderes soweit. Obwohl. Für Lena ist es etwas Besonderes, so zu dritt gemeinsam etwas zu unternehmen. Sie wünscht es
Christine
17. Aug.


Verwurzelt schwebe ich... wenn ich ganz bei mir bin.
Agnes Pfeffer Manchmal setze ich mich an die Töpferscheibe. Schalen, ja – oder doch Tassen… oder??? Das sind die Tage, an denen ich den Ton nicht zentriert bekomme, an denen alles zu dick oder zu dünn wird, jedes Teil anders aussieht und ich mich nicht entscheiden kann, was ich eigentlich will. Mir fehlt das Warum. Manchmal möchte ich eine neue Technik ausprobieren. Ich habe ein Buch gekauft und alles vorbereitet, Probestücke, Pigmente, wasauchimmer… aber irgendwie… was mache
Christine
11. Aug.
Welch ein Sommer!
Ich denke Sie mir im Zimmer sitzend, mehr Omelette als Mensch. Friedrich Nietzsche dem ist im Moment nicht viel hinzuzufügen aus meiner Sicht...
Christine
3. Aug.


Nimm ein Stück Zeit und forme es... zu einem Stück Leben...
Max Prosa Manuela hat einen Becher gekauft und ihn ihrer Freundin geschenkt. Jetzt möchte sie selbst auch solche Becher haben. Weil die sich so gut anfühlen. Ich mache also zwei Becher und poliere sie ganz sorgfältig. Das dauert seine Zeit. Sie sollen richtig schön glatt und seidig sein. Ich mache auch noch andere Becher. Grüne Libellen-Becher. Und Teller. Blaue Giraffen-Teller. Aber das ist eine andere Geschichte. Was sind die Beweise für gute Arbeit? Viel zu tun, viel Geld
Christine
27. Juli


Ich war bei den Sonnenblumen!
In der Früh wie immer mit dem Fahrrad hinauf zur großen Wiese und dann in den Wald hinein. Aber diesmal hatte ich Lust auf ein kleines Abenteuer und bin an der Abzweigung rechts abgebogen. Nicht wie sonst immer links zur kleinen Kirche hinunter. Warum? Einfach so. Ich wollte sehen, wie der Weg dort ist. Von Gewohnheiten abzuweichen kostet oft Überwindung, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Einmal links, immer links - irgendwie hatte ich kurz das Gefühl, die kleine Kirche im
Christine
20. Juli


Große Dinge entstehen durch eine Reihe kleiner Dinge, die zusammen kommen.
Vincent van Gogh Heute ist Montag. Ja und? Montag ist Geschichtentag. Ahja. Und was erzählst du heute? Keine Ahnung. Heute ist so ein Tag, an dem nichts von alldem, was ich euch erzählen könnte, sich wichtig genug anfühlt, um es zu erzählen. Ich könnte euch von meiner Morgenrunde erzählen: Mit dem Fahrrad ein Stück auf der Bundesstraße, dann links hinunter in die Au und wieder den Berg hinauf bis zur großen Wiese. Dort lasse ich das Rad stehen und gehe in den Wald. Im Wald is
Christine
13. Juli


eine Geschichte zum Zuhören:
Heute waren 16 Lehrerinnen und 1 Lehrer bei mir in der Werkstatt zur Fortbildung. Jetzt bin ich zu müde, um eine Geschichte zu schreiben. Aber ich habe mit Isabella einen podcast aufgenommen (mein Beitrag ist die Folge 116), den könnt ihr euch anhören: Wir in Neulengbach: Der win-win Podcast für die Region
Christine
6. Juli


Wir könnten heiraten, sagt der Bär, ...
... ich stelle mir das schön vor. Gute Idee, sage ich, dann haben wir auch alle denselben Namen. Gesagt getan. Das ist lange her. Seither sind wir die Nebos. Seither ist unser Leben unser gemeinsames Abenteuer. Mit Höhen und Tiefen, durch dick und dünn, hier und dort, auf der Moto, an der Gitarre und an der Töpferscheibe schnorcheln und wandern und tonen wir uns voran. Oft gemeinsam, oft jeder für sich. Dann erzählen wir einander, was wir erlebt haben. Zeigen einander, was wi
Christine
2. Juli


Die Vogelfrau . pajaros en mi cabeza
Man muss schon einen Vogel haben, um den ganzen Tag an der Töpferscheibe zu verbringen, beim Figuren bauen, beim Sand schmelzen oder Glasuren mischen. Obwohl. Ich mag ja Vögel. Und die mögen mich, zumindest mögen sie meine Gefäße, in denen sie oft brüten. Was wiederum ich sehr mag. Und wenn ich ehrlich bin muss man für so manches, was andere Leute den ganzen Tag machen ziemlich sicher auch einen Vogel haben. Also was solls. Die Vogelfrau ist in erster Linie eine Frau. Eine Fr
Christine
29. Juni


Es ist Montag, du musst eine Geschichte schreiben, sagt der Bär.
Gute Idee, sage ich, ich erzähle von floorspot: Wenn die Werkstatt zur Bühne wird und der Arbeitstisch zur Bar. Wenn die Töpferscheiben Pause machen und das „andere Tonstudio“ den Raum mit Musik erfüllt. Wenn zwischen den musikalischen Beiträgen kleine und größere feine Gespräche entstehen über alte Hunde und die besten Brotaufstriche, über das, was im letzten Jahr war, über das Leben, über Tapire, über die Kunst und die Welt. Wenn alle gemeinsam den Abend mit ihrer Anwesenhe
Christine
22. Juni


wenn ich ganz bei mir bin kann ich verwurzelt schweben
Agnes Pfeffer Die Produktion in meiner Werkstatt ist voll angelaufen. Drehen, Abdrehen, Dekorieren, Henkeln, Trocknen, Brennen, Glasieren und wieder Brennen, Böden schleifen, Preise festlegen, immer und immer wieder all die vielen Arbeitsschritte in einem produktiven Rhythmus. Tassen, Schalen und Teller wandern von der Töpferscheibe auf das Trockenregal in den Ofen und schließlich ins Verkaufsregal oder den Geschirrschrank derer, die sie bestellt haben. Eine meiner Tassen ist
Christine
15. Juni


Fräulein Sophie geht tanzen...
Die Tanzenden wurden für Verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören konnten. F. Nietzsche Fräulein Sophie zieht das Kleid mit den weißen Punkten an und geht tanzen. In diesem Kleid fühlt sie sich wie eine spanische Flamencotänzerin. Wie Marylin Monroe. Und wie Minnie Mouse. Fräulein Sophie kann nicht tanzen. Also. Nicht richtig. Aber. No importa. Das ist ihr egal. Jede/r kann tanzen! Fräulein Sophie ist wie du und ich. Alt oder jung, groß oder klein, dick ode
Christine
8. Juni


Ich öffne einen Raum.
Einen Raum zum weiter.leben. Weiter.leben ist ein Kreativangebot für Menschen, die es schwer haben. Menschen, deren Lebenssituation aus irgendeinem Grund aus den Fugen geraten ist. Menschen, die selbst krank sind oder kranke Angehörige haben. Menschen, die jemand Nahestehenden verloren haben und trauern. Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, sich einsam fühlen oder … Menschen, die sich einem Raum wünschen, in dem sie sich nicht verstellen müssen, einfach da sein können un
Christine
1. Juni


Hans hat angerufen,...
... sagt der Bär, ich muss nach Tiňor. Gute Idee, sage ich, ich hab schon lange keinen Fenchel gegessen. Der Bär mag keinen Fenchel. Ich schon. Hans lebt auf Teneriffa und baut Photovoltaikanlagen. Und er hat genau jetzt Zeit, unsere bestellte Anlage zu montieren. Was soll man da machen, wir fahren also um vier Uhr Früh zum Flughafen und der Bär macht sich auf die Reise. Damit ich im nächsten Winter mit Sonnenstrom brennen kann. Falls die Sonne scheint. Bei der Gelegenheit ka
Christine
25. Mai


heute ist Montag...
Die ersten Glasurexperimente sind fertig. Man soll sich ja nicht selbst loben. Warum eigentlich nicht? Einiges ist ziemlich gut geworden. Anderes weniger. Auf jeden Fall gibt es erste richtig gute Tassen und es werden immer mehr! Ich habe die gefundenen Sande getestet. Sie schmelzen nicht, was spannend ist und Rückschlüsse darauf zulässt, um welche Gesteine es sich handelt. Falls man sich mit Steinen auskennt. Was ich nicht tue. In jedem Fall unterscheidet sie das grundlegend
Christine
18. Mai


„Und bist Du nicht willig, so brauch' ich … Geduld“
(Peter Kruse) Ich pflanze Bohnen, sagt der Bär, und Salat und Zwiebeln. Gute Idee, sage ich, ich liebe Bohnen und Salat und Zwiebeln. Wir pflanzen also und streuen Samen und schaufeln Kompost. Jeden Morgen gehe ich in den Garten. Gieße und zupfe und rede ein bisschen mit den Pflänzchen. Und jeden Tag sind sie ein kleines bisschen gewachsen. Das dauert. Ungeduld bringt nichts. Deswegen wächst nichts schneller. Die erste Ofenladung Tassen ist rohgebrannt. Die richtig guten, di
Christine
12. Mai


Was für ein großartiges Wochenende!
Myriam Urtz war zu Besuch in meiner Werkstatt. Wir hatten Myriam im Herbst in ihrem Atelier im Waldviertel besucht und vereinbart, dass sie hier bei uns in Tausendblum einen Workshop anbietet. Neun Frauen haben sich angemeldet und am vergangenen Wochenende war es soweit. Große Figuren standen am Programm. Frauenkörper. Anatomie, Proportionen, Hände, Füße, Gesicht. Alles soll zusammenpassen. Zuerst ein kleines Modell und dann mit beiden Beinen hineingesprungen ins Unbekannte.
Christine
4. Mai
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