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Somewhere between lost and found there is floating. Not swimming. Not drowning. Just a little life letting the water decide for a minute.
Diese Zeit zwischen jetzt und gleich. Dieser Raum zwischen hier und dort. Das Abarbeiten von Listen mit all dem, was noch besorgt oder getan werden muss. Das Anwachsen der Stapel von Dingen, die mitmüssen. Das Fertigstellen all der Arbeiten, die sich über den Sommer in der Werkstatt angesammelt haben. Glasurtermine, ein Ofen nach dem anderen, aussortieren und dokumentieren. Viel muss erledigt, nichts darf vergessen werden. In der Werkstatt wird es zusehends ungemütlich, die H
Christine
vor 2 Tagen


Kann man einen Traum kaufen oder das Lied einer Blume oder die Blume eines Traumes oder den Traum einer Wolke…
Hans Arp Heutzutage kann man ja eigentlich alles fertig kaufen. Wir kaufen unsere Kleidung, unsere Nahrungsmittel und die Dinge, die wir täglich benutzen. Wir kaufen Tonmassen, Fertigglasuren und vorgefertigte Dekorschablonen. Unsere Texte lassen wir den Computer schreiben und die Heizung steuert sich selbst. Dagegen ist auch gar nichts zu sagen. Das ist sehr praktisch. Wenn man die Sache von ihrem Ende her betrachtet. Vom Ergebnis. Es spart Zeit, Arbeit und Vorbereitung. Es
Christine
26. Okt.


The key is inside the artist. The artist can only paint what he or she is.
Lee Krasner Vergangenes Wochenende war Herbstausstellung. Seit vielen Jahren Gelegenheit zur Rück- und Vorschau, Präsentation der aktuellen Projekte und Angebote, Treffpunkt für alle, die es den Sommer über nicht geschafft haben und eine gute Gelegenheit, die Werkstatt einmal gründlich zu putzen und aufzuräumen. Quasi Höhepunkt und Abschluss der Saison. So auch dieses Jahr. Aber diesmal war es ein bisschen anders. Meine Kursteilnehmer*innen waren eingeladen, sich mit einer
Christine
19. Okt.


Art is the only serious thing in the world. And the artist is the only person who is never serious
Oscar Wilde Verwurzelt schwebe ich… wenn ich ganz bei mir bin. Auf der Basis dessen, was ich kann und wer ich bin, wage ich es, mich in die Lüfte zu erheben und meiner Phantasie zu folgen. Meine Wurzeln verankern mich, sie stabilisieren und stützen mich. Sie verbinden mich mit der Erde, die mich trägt und aus der ich wachse. Die die Gestalt bewahrt, die ich ihr gebe, als Erinnerung an die Berührung meiner Hände. Und die wiederum mich erdet und zentriert, wenn ich sie forme. S
Christine
12. Okt.


Man kann sich nicht einfach so durchs Leben schieben, ohne sich um den Himmel zu kümmern...
... einmal die Woche da oben putzen. Und dienstags die Sterne ausschütteln, die verfilzen sonst. aus Irma tanzt von Helene Bracht Du hast hier ziemlich viele Tassen im Schrank, sagt der Bär, du könntest eine Ausstellung machen. Gute Idee, sage ich, dann wird hier Platz für neue Tassen … Die Sache ist die: Ich arbeite so vor mich hin, sammle Tone, schmelze Sande, verbrenne Holz zu Asche und denke mir Geschichten dazu. Manchmal kommt die Geschichte zuerst, oft ergibt sie sich a
Christine
7. Okt.


Auszeit am Prebersee...
Ich war schon lange nicht im Gebirge, sage ich, ich fahre in den Lungau. Gute Idee, sagt der Bär, der Prebersee ist wunderschön, ich wünsche dir viel Spaß! Und so machen wir es dann: Frau Hase, der Inspector und ich verbringen unsere - schon traditionelle - Herbstwoche am Prebersee: auf einer Hütte am Berg, mitten im Nirgendwo. Ofen einheizen, draußen sitzen, ins Tal schauen. Die Hirsche röhren am Gegenüberhang. Im Graben unten liegt der Rauhreif, bei uns heroben ist es schön
Christine
28. Sept.


La mudada
Das Wetter ist schön in Tiňor, sagt der Bär, lass uns dieses Jahr schon früher reisen. Gute Idee, sage ich, ich muss nur erst ein paar Dinge fertig machen. Das muss ich auch, sagt der Bär, und so machen wir es dann. Sie beginnt also schon früher heuer, diese Zeit des Überganges, diese schwebende Zeit zwischen den Welten. Die Zeit zwischen hier und dort, zwischen Sommer und Winter, zwischen vollem Kursprogramm und dem Ziegenberg. Selbst schuld, könnte man sagen Ja eh. Ich mag
Christine
22. Sept.


Wenn mir in einem Jahr 300 Ideen einfallen und nur eine davon nützlich ist, bin ich zufrieden.
Alfred Nobel Ich habe viele Ideen. Mehr als ich jemals verwirklichen kann. Und ich mag das. Es ist wie mein Stapel ungelesener Bücher. Ein Schatz, ein Vorrat für Zeiten, die möglicherweise niemals kommen, auf die ich mich aber freue - ihr wisst schon, espero, ich warte, hoffe und freue mich… Ich weiß, dass das nicht alle so sehen. Für viele sind diese angedachten Ideen, diese ungelesenen Bücher belastend. Manche verlassen sich eher auf einen gut gefüllten Kühlschrank. Was wie
Christine
8. Sept.


Es gibt so viel zu erzählen, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…
Ich erzähle euch heute in meiner neuerworbenen Funktion als Direktorin des Instituts zur Bewahrung des Bodengedächtnisses von einer ganz besonderen Veranstaltung, die letzte Woche hier im Atelier - äh Institut - stattgefunden hat: die Präsentation des Projektes Archeomagia der „Römerinnen“, Silvia Lombardi und Laura Savina, die ich hier in den letzten zwei Wochen zu Gast haben durfte. Ich denke mir unseren Wohn- und Arbeitsplatz hier gerne als das kleine gallische Dorf mitten
Christine
31. Aug.


Die letzten Tage waren eine Zeitreise...
... eine Zeitreise über die Generationen. Nach Donnerskirchen, zu Heinz, der sich seit vielen Jahren intensiv mit alter Keramik beschäftigt. Richtig alt. Prähistorisch. Die Keramik selbstverständlich. Heinz baut Gefäße und Formen nach uralten Vorlagen mit einfachsten Mitteln. „Wie die Steinzeitmenschen“ und brennt sie im offenen Feuer. Hauchdünn. Riesengroß zum Teil. Aus Tonen, die er im Wald hinterm Haus findet. So einfach. Und so schwierig zugleich. Wir treffen ihn in seine
Christine
24. Aug.


Lena war im Mai zu einer Geburtstagsparty bei mir im Atelier eingeladen...
Jetzt hat sie selbst Geburtstag und wünscht sich, wieder töpfern zu kommen. Keine Kinderparty diesmal. Lena wünscht sich, gemeinsam mit ihren Eltern zu kommen. Zufällig habe auch ich genau an ihrem Geburtstag Zeit. Nichts Besonderes soweit. Obwohl. Lenas Eltern leben getrennt. Es gibt neue Partner, vielleicht neue Geschwister, Lena hat zwei Familien. Nichts Besonderes soweit. Obwohl. Für Lena ist es etwas Besonderes, so zu dritt gemeinsam etwas zu unternehmen. Sie wünscht es
Christine
17. Aug.


Verwurzelt schwebe ich... wenn ich ganz bei mir bin.
Agnes Pfeffer Manchmal setze ich mich an die Töpferscheibe. Schalen, ja – oder doch Tassen… oder??? Das sind die Tage, an denen ich den Ton nicht zentriert bekomme, an denen alles zu dick oder zu dünn wird, jedes Teil anders aussieht und ich mich nicht entscheiden kann, was ich eigentlich will. Mir fehlt das Warum. Manchmal möchte ich eine neue Technik ausprobieren. Ich habe ein Buch gekauft und alles vorbereitet, Probestücke, Pigmente, wasauchimmer… aber irgendwie… was mache
Christine
11. Aug.
Welch ein Sommer!
Ich denke Sie mir im Zimmer sitzend, mehr Omelette als Mensch. Friedrich Nietzsche dem ist im Moment nicht viel hinzuzufügen aus meiner Sicht...
Christine
3. Aug.


Nimm ein Stück Zeit und forme es... zu einem Stück Leben...
Max Prosa Manuela hat einen Becher gekauft und ihn ihrer Freundin geschenkt. Jetzt möchte sie selbst auch solche Becher haben. Weil die sich so gut anfühlen. Ich mache also zwei Becher und poliere sie ganz sorgfältig. Das dauert seine Zeit. Sie sollen richtig schön glatt und seidig sein. Ich mache auch noch andere Becher. Grüne Libellen-Becher. Und Teller. Blaue Giraffen-Teller. Aber das ist eine andere Geschichte. Was sind die Beweise für gute Arbeit? Viel zu tun, viel Geld
Christine
27. Juli


Ich war bei den Sonnenblumen!
In der Früh wie immer mit dem Fahrrad hinauf zur großen Wiese und dann in den Wald hinein. Aber diesmal hatte ich Lust auf ein kleines Abenteuer und bin an der Abzweigung rechts abgebogen. Nicht wie sonst immer links zur kleinen Kirche hinunter. Warum? Einfach so. Ich wollte sehen, wie der Weg dort ist. Von Gewohnheiten abzuweichen kostet oft Überwindung, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Einmal links, immer links - irgendwie hatte ich kurz das Gefühl, die kleine Kirche im
Christine
20. Juli


Große Dinge entstehen durch eine Reihe kleiner Dinge, die zusammen kommen.
Vincent van Gogh Heute ist Montag. Ja und? Montag ist Geschichtentag. Ahja. Und was erzählst du heute? Keine Ahnung. Heute ist so ein Tag, an dem nichts von alldem, was ich euch erzählen könnte, sich wichtig genug anfühlt, um es zu erzählen. Ich könnte euch von meiner Morgenrunde erzählen: Mit dem Fahrrad ein Stück auf der Bundesstraße, dann links hinunter in die Au und wieder den Berg hinauf bis zur großen Wiese. Dort lasse ich das Rad stehen und gehe in den Wald. Im Wald is
Christine
13. Juli


eine Geschichte zum Zuhören:
Heute waren 16 Lehrerinnen und 1 Lehrer bei mir in der Werkstatt zur Fortbildung. Jetzt bin ich zu müde, um eine Geschichte zu schreiben. Aber ich habe mit Isabella einen podcast aufgenommen (mein Beitrag ist die Folge 116), den könnt ihr euch anhören: Wir in Neulengbach: Der win-win Podcast für die Region
Christine
6. Juli


Wir könnten heiraten, sagt der Bär, ...
... ich stelle mir das schön vor. Gute Idee, sage ich, dann haben wir auch alle denselben Namen. Gesagt getan. Das ist lange her. Seither sind wir die Nebos. Seither ist unser Leben unser gemeinsames Abenteuer. Mit Höhen und Tiefen, durch dick und dünn, hier und dort, auf der Moto, an der Gitarre und an der Töpferscheibe schnorcheln und wandern und tonen wir uns voran. Oft gemeinsam, oft jeder für sich. Dann erzählen wir einander, was wir erlebt haben. Zeigen einander, was wi
Christine
2. Juli


Die Vogelfrau . pajaros en mi cabeza
Man muss schon einen Vogel haben, um den ganzen Tag an der Töpferscheibe zu verbringen, beim Figuren bauen, beim Sand schmelzen oder Glasuren mischen. Obwohl. Ich mag ja Vögel. Und die mögen mich, zumindest mögen sie meine Gefäße, in denen sie oft brüten. Was wiederum ich sehr mag. Und wenn ich ehrlich bin muss man für so manches, was andere Leute den ganzen Tag machen ziemlich sicher auch einen Vogel haben. Also was solls. Die Vogelfrau ist in erster Linie eine Frau. Eine Fr
Christine
29. Juni


Es ist Montag, du musst eine Geschichte schreiben, sagt der Bär.
Gute Idee, sage ich, ich erzähle von floorspot: Wenn die Werkstatt zur Bühne wird und der Arbeitstisch zur Bar. Wenn die Töpferscheiben Pause machen und das „andere Tonstudio“ den Raum mit Musik erfüllt. Wenn zwischen den musikalischen Beiträgen kleine und größere feine Gespräche entstehen über alte Hunde und die besten Brotaufstriche, über das, was im letzten Jahr war, über das Leben, über Tapire, über die Kunst und die Welt. Wenn alle gemeinsam den Abend mit ihrer Anwesenhe
Christine
22. Juni
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