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Heute ist schon Dienstag...

  • Christine
  • 28. Okt.
  • 2 Min. Lesezeit


... aber gestern war ich im Wald und hatte keine Zeit, zu schreiben.

Wir haben ja kein Auto und so ist es den Sommer über gar nicht so einfach,

richtig in den Wald zu kommen.

Zu Fuß muss man von hier aus immer erst ein ordentliches Stück auf der Straße gehen

und das ist dem Inspector schon zu anstrengend.

Fahrrad fahren mag er auch nicht.

Wenn also so wie gestern liebe Freunde anrufen und fragen,

ob sie ganz spontan jetzt sofort kommen und mit uns in den Wald fahren sollen,

lassen wir alles liegen und stehen und sind dabei.

Henkeln kann ich auch morgen, glasieren mag ich sowieso nicht

und den Ofen haben wir ja schon am Sonntag repariert…

aber das ist eine andere Geschichte:


Ich weiß nicht, warum die Heizwendeln im Brennofen immer genau dann kaputtgehen,

wenn man eigentlich keine Zeit hat, sie zu tauschen aber den Ofen dringend brauchen würde? Mit einer langen Liste von Bestellungen für die nächsten Wochen,

kurz bevor der Bär (der ja prinzipiell für wirklich alle Lebenslagen

der Haustechniker meines Vertrauens ist) abreist,

gerade dann, wenn Alfred, der mir das normalerweise macht,

gleich zwei neue Knie bekommen hat und in Krankenstand ist.

Großartig.


Ich gebe zu, die Sache hat sich abgezeichnet, die letzte Reparatur ist sechs Jahre her,

an einigen Stellen waren die Heizspiralen wirklich schon sehr brüchig,

gekauft hatte ich die neuen auch schon und in Wahrheit grenzt es an ein Wunder,

dass der Ofen in diesem Zustand überhaupt noch den ganzen Sommer lang gebrannt hat -

und trotzdem kommt das dann immer extrem unpassend.


Wieauchimmer, der Bär und ich haben den Sonntag damit verbracht, den Ofen zu reparieren, was bedeutet, dass wir quasi den ganzen Tag lang kopfüber im Ofen gehängt sind,

sehr vergnüglich, kann ich euch sagen.

Falls jemand von euch auf so eine Turnübung Lust hat,

kann er oder sie sich gerne in sechs Jahren bei mir melden!

Wie es funktioniert, wissen wir ja jetzt.


Diese letzten Wochen vor „der Reise“ sind immer davon geprägt, Listen abzuarbeiten. Menschen, die ich noch sehen will, bevor ich über den Winter auf die Insel fliege,

Dinge, die noch fertig werden sollen, die noch zu erledigen sind,

das Programm für die nächste Saison, unzählige Glasurtermine, letzte Bestellungen,

allerletzte Kurstermine, diverse Abschiedsessen, der Biber hat Geburtstag,

meine Tierbilder habe ich immer noch nicht ins Kaffeehaus gebracht…


Aber alles in allem ist das auch schön.

Weil vieles erledigt wird.

Weil wir viele Freunde sehen und Zeit mit ihnen verbringen.

Weil diese Wochen der Auftakt für unsere Zeit auf der Insel sind.

Und weil auf meinen Listen auch Dinge stehen, die unbedingt in den Koffer müssen:

die Bergschuhe zum Beispiel

(in Tiňor ist der Wald viel näher - alles ist dort näher, weil alles so klein ist),

die Cyanotypielösung, die Sonnenbrille…

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