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Es ist Montag, du musst eine Geschichte schreiben, sagt der Bär.

  • Christine
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Gute Idee, sage ich, ich erzähle von floorspot:


Wenn die Werkstatt zur Bühne wird

und der Arbeitstisch zur Bar.


Wenn die Töpferscheiben Pause machen

und das „andere Tonstudio“ den Raum mit Musik erfüllt.


Wenn zwischen den musikalischen Beiträgen kleine und größere feine Gespräche entstehen

über alte Hunde und die besten Brotaufstriche, über das, was im letzten Jahr war,

über das Leben, über Tapire, über die Kunst und die Welt.


Wenn alle gemeinsam den Abend mit ihrer Anwesenheit, ihren musikalischen,

kulinarischen und sonstigen Beiträgen, ihrer Wertschätzung und Freude füllen und gestalten.


Wenn sie singen und spielen und reden und zuhören

und Fragen stellen und antworten und es sich gut gehen lassen.


Wenn die Brote Gurkengesichter haben, alle ungeduldig auf die Pause und das Chilli warten

(und sich gleichzeitig wünschen, dass die Musik niemals aufhört)

und der Schokoladekuchen ein Gedicht ist.


Wenn die Nachbarn neugierig über den Zaun schauen

und dann dableiben und man gar nicht bemerkt, wie spät es schon ist.


Wenn Meo drei vierblättrige Kleeblätter findet, Emlynn und Gwilim an der Bar stehen,

Omero sich traut, die Kuhglocke zu spielen, Mara die reifen Jostabeeren entdeckt,

Jonnie von seinem Vater singt, der Capellmeister vom Meer,

Christian vom Mond und Agnes mit ihrer Musik alle verstummen lässt.


… dann ist das ein wunderbares Fest, ein Zusammenkommen,

ein Aufeinander Zugehen, ein einander Zuhören,

ein Raum, eine Zeit und ein Ort, den alle gemeinsam und jeder für sich nutzt und gestaltet

und füllt und teilt…


Dann ist – auch das – verwurzelt schweben,

einen Abend und eine Nacht lang den Alltag draußen lassen

und eintauchen in einen Sommernachtstraum.


Dann ist das „floorspot“ auf der Bühne im Atelier.

 

Wenn dann am Tag darauf diverse Menschen und Hunde flach und erschöpft in der Wiese liegen und abwechselnd leise stöhnend und selig summend in den Himmel schauen,

Reste von eingetrockneten Broten knabbern und sich sammeln,

bevor sie sich daran machen, Gläser einzusammeln

und alles wieder in eine Werkstatt zu verwandeln.


Und wenn sie beim Aufräumen alles noch einmal Revue passieren lassen…

wer da war und wer was gesagt hat

und welche Musikstücke besonders berührend waren

und welche Neuigkeiten man erfahren hat und solche Dinge…


Dann war das „floorspot“ auf der Bühne im Atelier.


Wer nicht dabei war, hat echt was versäumt und darf sich aufs nächste Jahr freuen!

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