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Wir sind wieder in Tausendblum.

  • Christine
  • 20. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

Irgendwie ist alles anders.

Irgendwie ist alles wie immer.


Die Morgenrunde.

Hier gehen wir an vielen Gärten vorbei, der Inspector und ich.

Alles blüht.

Flieder. Birnbäume. Himmelschlüssel.

Die Nachbarinnen in ihren bunten Morgenmänteln grüßen freundlich.

Eine rot, eine gelb. Wie die Tulpen.


Die Werkstatt.

Sie duftet nach Holz und guten Ideen.

Es braucht gar nicht viel und sie ist wieder bereit,

ich habe heute schon ein paar Schalen gedreht.

Zum Ankommen.

Und in ein paar Tagen kommen die ersten Kursteilnehmerinnen.


Ich hänge ein paar Bilder auf, die ich von Tiñor mitgenommen habe.

Die sehen hier ganz anders aus.


Frau Hase kommt vorbei. Der Biber auch.

Das ist schön, so vertraut.


Die Gartentüre quietscht, der Postbote klingelt, die Kirchenglocken läuten.

Wie immer.


Ich kaufe mir eine neue Zahnbürste, weil ich nicht mehr weiß, welche meine war.


Der Inspector tut sich jetzt mit den Stiegen schwer, wir montieren Gitter, damit er nicht stürzt. Aber er ist noch da, mit seinen hundert Jahren

und inspiziert seinen Garten mit  sichtlichem Vergnügen.

Dann macht er ein paar vergnügte Hüpfer in den Gänseblümchen,

bevor er sich wieder in seine Decke kuschelt.


Ich gehe durchs Haus und durch den Garten und alles ist vertraut und doch irgendwie neu. .

Das ist schön.

Es ist schön, nach Hause zu kommen.

Obwohl.

Wir kommen ja von zu Hause.

Und auch das ist schön.

 
 
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