Art is the only serious thing in the world. And the artist is the only person who is never serious
Aktualisiert: 13. Okt.
Oscar Wilde
Verwurzelt schwebe ich… wenn ich ganz bei mir bin.
Auf der Basis dessen, was ich kann und wer ich bin, wage ich es,
mich in die Lüfte zu erheben und meiner Phantasie zu folgen.
Meine Wurzeln verankern mich, sie stabilisieren und stützen mich.
Sie verbinden mich mit der Erde, die mich trägt und aus der ich wachse.
Die die Gestalt bewahrt, die ich ihr gebe, als Erinnerung an die Berührung meiner Hände.
Und die wiederum mich erdet und zentriert, wenn ich sie forme.
Sie verbinden mich mit dem Wasser, das immer weiter fließt,
niemals zur Ruhe kommt und in all seiner Weichheit so große Kraft besitzt.
Das verschwindet und wieder auftaucht, das die Quelle allen Lebens ist,
das sprudelt wie die Ideen in meinem Kopf
und das die Erde formbar macht, mit der ich arbeite.
Sie verbinden mich mit der Luft, erlauben mir, zu atmen und zu leben
und mich dem Sturm hinzugeben, ohne mich zu verlieren.
Das von meinen Händen Geformte trocknet und bereitet sich auf die Verwandlung vor.
Sie verbinden mich mit dem Feuer, das mich wärmt und in mir brennt
als unstillbare Neugierde und immer neue Begeisterung.
Und das die von mir geformte Erde transformiert,
sodass sie Zeit und Raum überdauern kann,
in all ihrer Härte und all ihrer Zerbrechlichkeit,
in all ihrer Vielfalt und Schönheit sich zeigt wie ein lebendiges Wesen.
Die Elemente sind die Grundlage meiner Arbeit und meines Da.Seins.
Verwurzelt schwebe ich… wenn ich ganz bei mir bin…
So schweben meine Ideen, eines führt zum anderen,
immer wieder neu und oft für mich selbst überraschend.
Und doch.
Meine Wurzeln halten mich am Boden.
Sie bilden den roten Faden, ohne den es keine Weiterentwicklung gäbe.
Weil alles eins wäre, kein Anfang und kein Ende ohne Grund und Boden.
P.S.: herzlichen Dank an Agnes Pfeffer, dass ich ihr Gedicht "verwurzelt schwebe ich..." als Jahresmotto verwenden darf!



