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La mudada

Christine
vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit

Das Wetter ist schön in Tiňor, sagt der Bär, lass uns dieses Jahr schon früher reisen.

Gute Idee, sage ich, ich muss nur erst ein paar Dinge fertig machen.

Das muss ich auch, sagt der Bär, und so machen wir es dann.


Sie beginnt also schon früher heuer, diese Zeit des Überganges,

diese schwebende Zeit zwischen den Welten.

Die Zeit zwischen hier und dort, zwischen Sommer und Winter,

zwischen vollem Kursprogramm und dem Ziegenberg.


Selbst schuld, könnte man sagen

Ja eh.


Ich mag diese Zeit und ich mag sie nicht.


Ich mag diese Zeit, weil so vieles fertig wird, abgeschlossen, erledigt.

Und weil sich das gut anfühlt.

Dinge, die ich den ganzen Sommer vor mir hergeschoben habe,

aber auch Projekte, die sich aus der Arbeit den Sommer über ergeben haben -

und die ich gar nicht früher hätte machen können.


Ich mag diese Zeit wegen der Vorfreude.

Der Vorfreude auf die Stille, den Ziegenberg und die Eukalyptusblätter.

Und das Meer.

Natürlich immer auch das Meer.


Ich mag diese Zeit, weil sie dem, was wir tun -

Freunde und Familie treffen, den Garten für den Winter vorbereiten,

letzte und allerletzte Termine, Projekte und Erledigungen, ...

... weil sie all dem irgendwie eine besondere Bedeutung gibt.


Ich mag diese Zeit und ich mag sie nicht.


Ich mag sie nicht, weil es ein Ende gibt, einen Termin,

bis zu dem alles fertig sein und den ich immer im Auge behalten muss.


Ich mag sie nicht, weil ich nie alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe das Jahr über.

Und weil ich dann keine Ausrede mehr habe.


Ich mag sie nicht, weil ich Zeitdruck nicht mag.

Ich arbeite - und lebe - am liebsten zeitlos.

„Freie Tage“ sind für mich Tage ohne Termine.

Gute Arbeitstage sind für mich Zeitlostage.

Auch die Kurszeiten bilden einen Rahmen, innerhalb dessen wir uns zeitlos bewegen.


Und jetzt.

So vieles ist noch zu brennen, zu glasieren und noch einmal zu brennen -

meine eigenen Arbeiten und die der KursteilnehmerInnen -

Glasurtermine, Ofen ein- und ausräumen, den Überblick bewahren.


15 Kinder, die eine Woche lang arbeiten produzieren ja allerhand, nur zum Beispiel.


Aber es klappt.

Und das wiederum mag ich.

Wir finden für jeden den passenden Termin,

alle fertigen Arbeiten werden abgeholt, das meiste ist gut gelungen.


Zwischendurch bereiten wir die Saison-Abschlussausstellung im Herbst vor.

Diesmal wird es eine Gruppenausstellung.

„Verwurzelt schweben“ ist das Motto,

mit dem wir uns den Sommer über auseinandergesetzt haben

und Mitte Oktober sollen die Ergebnisse präsentiert werden.


Und dann bin ich auch schon mit der Planung der nächsten Saison beschäftigt.

Wieder Themen, Termine, Projekte, Formate und Angebote.

Wöchentlich oder einmal im Monat? Regelmäßig oder lieber geblockt?

Welche Monate sind für die Intensivkurse am besten, welche für die Künstlerresidenzen?

Welche KollegInnen möchte ich für Gastworkshops einladen?

Was hat sich bewährt, was muss überarbeitet werden?

Anmeldemodalitäten, Öffnungszeiten, Ankündigungen, Flyer und rechtzeitige Werbung.


Ich muss auch überlegen, was ich in Tiňor unbedingt brauchen werde und dort nicht bekomme - auch wenn ich diese Dinge dann in den wenigsten Fällen wirklich brauche,

weil ohnehin immer alles anders kommt – aber man will doch vorbereitet sein.


Puh.

Sie sind wirklich dicht, diese Wochen des Überganges von hier nach dort.

Aber wie gesagt: Ich mag das.



P.S.1: Die erwähnte Herbstausstellung findet heuer am 17. und 18. Oktober statt,

mit allem Drum und Dran, Musik, Lesung, Buffet, Bilder und natürlich Keramik ...

hier der Link dazu: 2026 | atelier1000blum

17. Oktober um 17:00, schreibt euch das auf!


P.S.2: Bis 8. November bin ich auf jeden Fall noch da und bis dahin ist auch immer Donnerstag-, Freitag- und Samstagnachmittag offenes Atelier.

Außer am 1., 2. und 3. Oktober, weil da bin ich im Lungau auf der Alm.

Der Lungau ist nämlich neben Tausendblum und El Hierro der dritte Ort,

an dem ich mich ganz und gar zu Hause fühle.


P.S.3: Falls ihr plant, zu Weihnachten Keramik zu verschenken, meldet euch gerne jetzt schon oder wendet euch jederzeit vertrauensvoll an meine Kolleginnen von art & wiese

und P.S.4: Gutscheine gibt es das ganze Jahr über per Mail zum selber ausdrucken oder als Gutscheinkarte bei art & wiese.

 
 
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