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  • atelier1000blum

Warum die GiraffenWerkstatt GiraffenWerkstatt heißt

oder: Respekt verdient der, der es wagt, er selbst zu sein.

(aus "Sintflut" von Marianne Fredriksson)


Ich bin eine Giraffe!


Eine meiner Lieblingsübungen aus der Maltherapie ist die Arbeit mit Tiercharakteren.

Also man stellt sich vor, dass man selbst – oder eine Person, mit der man sich gerade auseinandersetzt – ein Tier ist, man überlegt, welches Tier (oder welche Tiere) passen könnte und gestaltet dann dieses Tier.


Wenn man sich zum Beispiel vor Augen hält, dass die Kollegin, die so sehr nervt, eine Perserkatze ist und man selbst ein Igel… ja, dann ist wohl jedem klar, dass Konflikte vorprogrammiert sind.

Genauso ist es aber auch klar, dass Perserkatzen eben auf Katzenart leben und Igel…

... anders sind.

Keiner würde etwas anderes erwarten.


Sich selbst oder andere Menschen auf diese Weise zu betrachten macht Spaß.

Es kann aber auch sehr klug und hilfreich sein. In vielen Situationen.

Wir Menschen neigen oft dazu, uns zu verbiegen.

Von uns selbst Dinge zu erwarten, die nicht unserer Natur entsprechen.

Wir denken, das wird von uns erwartet.

Wir wollen dazugehören.

Wir wünschen uns, wie alle anderen zu sein –

oder so, wie wir glauben, dass alle anderen sind. Oder zu sein haben.

Aber ganz ehrlich: Wie genau sind denn „alle anderen“?

Und woran genau messen wir uns?

Wer von uns ist so „richtig“, dass alle anderen sich danach richten sollten?

 

„Dreh mich her und dreh mich hin… möchte wissen, wer ich bin!“

diese Zeilen begleiten schon unsere Kinder.

Das kleine Ich bin Ich auf der Suche nach sich selbst.

Es ist kein Pferd, kein Fisch und auch kein Papagei.

Dabei möchte es so gerne dazugehören…


„Wer nicht weiß, wie er heißt, wer vergisst, wer er ist, der ist dumm.“,

sagt der Frosch. Nicht besonders einfühlsam.

Aber es hilft. Das Ich bin Ich macht sich auf die Suche.

Und es erkennt: „ICH BIN ICH!"

Mehr braucht es gar nicht.


In der GiraffenWerkstatt machen wir uns auf die Suche nach uns selbst.

Indem wir unterschiedliche künstlerische Materialien und Techniken ausprobieren

gestalten wir uns und unsere Welt. Das geschieht ganz "nebenbei".

Wir finden heraus, was uns besonders Freude macht.

Aber auch, was wir gar nicht mögen.

In der GiraffenWerkstatt wird experimentiert, gelernt, geübt, es werden Ideen gesammelt

und wieder verworfen, Materialien ausprobiert, Projekte entwickelt.

Ganz individuell. Und sehr kreativ.

Kreativität als die Fähigkeit, Lösungen zu finden, Ideen umzusetzen.


Es gibt vielleicht ein Thema, Anregungen, Anleitungen, technische Hilfestellungen.

Das schon.

Aber es gibt kein Programm in dem Sinn.

Sondern einen Prozess.


Ganz persönlich nur für sich selbst.


Oder in einer kleinen Gruppe.

Die Begegnung mit anderen Menschen bereichert uns.

Die Giraffe wird vielleicht nicht Winterschlaf in der Bärenhöhle machen.

Aber sie kann sehr viel profitieren von der Sichtweise des Bären,

der einen anderen Blickwinkel auf das Leben hat.

Ohne dabei zu vergessen – geschweige denn darauf zu verzichten –

ihren Giraffengepflogenheiten hoch oben nachzugehen.

Und umgekehrt.



Diese Giraffe hat eine kleine Wiese am Ohr. So kann sie das Gras wachsen hören.

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