Es gibt so viel zu erzählen, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…

Ich erzähle euch heute in meiner neuerworbenen Funktion als
Direktorin des Instituts zur Bewahrung des Bodengedächtnisses
von einer ganz besonderen Veranstaltung,
die letzte Woche hier im Atelier - äh Institut - stattgefunden hat:
die Präsentation des Projektes Archeomagia der „Römerinnen“,
Silvia Lombardi und Laura Savina,
die ich hier in den letzten zwei Wochen zu Gast haben durfte.
Ich denke mir unseren Wohn- und Arbeitsplatz hier gerne als das kleine gallische Dorf
mitten in Neulengbach, eine Oase inmitten von Bundesstraße, Westbahn und Supermärkten. Eine Ansammlung von merkwürdigen
(merkwürdig in wortwörtlicher und ausschließlich positiver Bedeutung)
ständigen und temporären Bewohnern und Besuchern unterschiedlichster Spezien.
Die Ankündigung „die Römerinnen kommen“ hat also hier
noch eine zusätzliche ganz besondere Bedeutung.
Mit ein bisschen Nervosität und viel Vorfreude wurden sie erwartet
und ich bin wirklich froh und dankbar, dass der Zufall -
oder weroderwas auch immer da seine Hände im Spiel hatte -
uns zueinander geführt hat.
Jetzt aber zum Projekt:
Ich zitiere:
Die Archäomagie ist eine Disziplin, die darauf abzielt, vergangene, gegenwärtige und zukünftige Präsenzen durch die Untersuchung materieller Zeugnisse – Artefakte, Konkretionen, Ausblühungen, Kristallisationen – sowie ephemerer Zeugnisse – Echos, Legenden, Erinnerungen, Träume, Visionen, Reminiszenzen – zu rekonstruieren, wobei gegebenenfalls auch schriftliche und ikonografische Quellen herangezogen werden.
Während die Archäologie versucht, die Frage „Was war?“ zu beantworten, stellt sich die Archäomagie die Frage:
„Was möchte ich, dass es war?“
Es geht um Ton und Geschichten, was sonst?
Ton ist buchstäblich überall!
Wir haben ihn gesucht, gefunden und geformt.
Hier in Tausendblum, in Neulengbach, Maria Anzbach und Donnerskirchen…
Persönliche Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten haben wir erfahren,
Freundschaften und Kontakte sind entstanden,
wir haben geredet, gearbeitet, gesungen, gelacht und viele Zucchini gegessen.
P.S.1: Ich werde dieses Projekt ausführlich und in drei Sprachen auf meiner Website dokumentieren, aber dazu bin ich noch nicht gekommen weil jetzt ist erst einmal Kindersommer und 14 Kinder bevölkern meine Werkstatt…
P.S.2: hier erst einmal der Link zur Projektbeschreibung auf Englisch: Archeomagia
P.S.3: Zum Abschluss des Besuches waren wir gestern alle gemeinsam in Gmunden am internationalen Töpfermarkt - ein ganz besonderes Erlebnis!




